
Neumarkt entdecken – Geschichte und Gegenwart
Am 13. Oktober fand sich die Schulaufsicht der Oberpfalz zu einem vielseitigen Studientag in Neumarkt i.d.OPf. ein.
Wie kann Demokratie für Schülerinnen und Schüler im Schulalltag erfahrbar werden? Welche Möglichkeiten haben Schulen, demokratische Werte nicht nur zu vermitteln, sondern durch konkrete Beteiligung und gemeinsames Handeln lebendig werden zu lassen?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Schulaufsichtsverband Oberpfalz bei seinem Besuch an der Mittelschule West in Neumarkt in der Oberpfalz. Nach einleitenden Grußworten der Fachlichen Leiterin Frau SchADin Claudia Bauer und des Rechtlichen Leiters Herrn Landrat Martin Meier begrüßte die Bezirksvorsitzende des Schulräteverbandes Frau SchADin Elisabeth Junkawitsch die anwesenden Gäste und Ehrengäste.
„Auch in einer Zeit, „in der PCs derzeit wieder sehr viel Arbeit liefern demonstrierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder einmal eine hohe Anteilnahme und einen großen Zusammenhalt“. Mit sichtlicher Freude überbrachte sie den Dank für die Ermöglichung der Veranstaltung an Herrn AD Thomas Unger und Herrn Ltd. RSchD German Bausch von der Regierung der Oberpfalz und an das gesamte Team des Staatlichen Schulamtes Neumarkt in der Oberpfalz.
Ihr besonderer Gruß galt auch der fachlichen Leiterin des Staatlichen Schulamtes Neumarkt in der Oberpfalz Frau SchADin Claudia Bauer, dem Landrat des Landkreises Neumarkt in der Oberpfalz Herrn Martin Meier, dem zweiten Bürgermeister der Stadt Neumarkt in der Oberpfalz Herrn Günther Stagat, der ebenfalls ein Grußwort an die Gäste und Ehrengäste richtete und vor allem auch dem Rektor der Mittelschule West Herrn Martin Maurer mit seinem gesamten Team.
Elisabeth Junkawitsch stieg in die besondere Thematik des Tages mit einem berühmten Zitat des deutschen Pädagogen und Politikwissenschaftlers Oskar Negt ein. „Die Demokratie ist die einzige Staatsform, die gelernt werden muss, von jeder Generation neu und von jedem Einzelnen“. Sie verwies weiter auf ein Zitat auf der Schulhomepage – „Heute die Schule von Morgen machen!“ Hierauf bezugnehmend führte sie an, dass die Demokratie erlebt und praktisch eingeübt werden muss. Und diese Umsetzung zeigt sich an der Mittelschule West in vielfältigster Weise.
Im Anschluss an die Begrüßungsworte von Elisabeth Junkawitsch hieß der Schulleiter Herr Maurer die Gäste an der Mittelschule West herzlich willkommen. In seiner Einführung knüpfte er an die Worte von Elisabeth Junkawitsch an stellte die Demokratiebildung als wichtigen Bestandteil des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrags heraus. Dabei standen drei wesentliche Merkmale im Mittelpunkt – Demokratiebildung mit Kopf, Herz und Hand. Demokratie verstehen, demokratische Werte verinnerlichen und demokratisches Handeln praktisch einüben. Mit Blick auf die Umsetzung und die Veranschaulichung dieser drei Aspekte im Schulalltag verwies er auf den im Anschluss möglichen Besuch der angebotenen Workshops zur Demokratie-Pädagogik durch Szenisches Lernen, zum Schülerparlament und zur interaktiven Ausstellung zum Thema „Unsere Hymne – unsere Werte“.
Drei Zugänge – ein gemeinsames Ziel
Die drei Schwerpunkte zeigten unterschiedliche Möglichkeiten, Demokratie im schulischen Alltag zu verankern: durch praktische Erfahrungen, durch institutionalisierte Mitbestimmung und durch die reflektierte Auseinandersetzung mit Werten.
Ein kurzer theoretischer Input, der von der Lehrkraft Herrn Pöppl-Neufert vor dem Besuch der Workshops präsentiert wurde, machte deutlich, dass es das gemeinsame Ziel an der Schule ist, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen Verantwortung zu übernehmen, eigene Positionen zu entwickeln und anderen respektvoll zu begegnen. Demokratieerziehung wird damit zu einer Aufgabe der gesamten Schulgemeinschaft. In seinen Ausführungen wurde deutlich, dass es hierfür engagierte Lehrkräfte, geeignete Beteiligungsformen und eine Schulkultur braucht, die Schülerinnen und Schüler ernst nimmt und ihnen Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet.

Interessante schulische Eindrücke rund um die Demokratieerziehung mit Kopf, Herz und Hand
Der Besuch an der Mittelschule West bot dem Schulaufsichtsverband Oberpfalz wertvolle Einblicke in diese besondere pädagogische Arbeit und setzte Impulse für den fachlichen Austausch über die Bedeutung demokratischer Bildung an Grund- und Mittelschulen.
Neumarkt entdecken – Geschichte und Gegenwart
Im Anschluss an den Besuch an der Mittelschule West machten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum gemeinsamen Mittagessen in das Traditionslokal „Oberer Ganskeller“ auf.
Nach der Mittagspause stand bei einer Stadtführung die Erkundung markanter Orte in Neumarkt in der Oberpfalz auf dem Programm. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde ausreichend Gelegenheit geboten, in die pfalzgräfliche Geschichte der Stadt Neumarkt in der Oberpfalz einzutauchen, die historische Altstadt mit ihren farbenfrohen Bürgerhäusern und dem markanten gotischen Rathaus aus dem Jahr 1430 zu erkunden und noch viele weitere kulturelle Highlights kennenzulernen.
Ein besonderer Abschluss beim Staatlichen Schulamt
Im Anschluss an die Stadtführung erwartete die Teilnehmenden ein weiterer Programmpunkt – die Führung durch die Räumlichkeiten des Staatlichen Schulamts Neumarkt in der Oberpfalz. Damit erhielt der Veranstaltungstag einen besonderen Abschluss. Nach den pädagogischen Einblicken in die Demokratieerziehung an der Mittelschule West und den geschichtlichen Eindrücken aus der Stadt konnten sich die Gäste am späten Nachmittag noch bei guten Gesprächen mit Getränken und Snacks stärken.
Um viele Eindrücke reicher klang ein abwechslungsreicher und äußerst informativer Tag des Schulaufsichtsverbandes Oberpfalz in Neumarkt in der Oberpfalz aus.