Am 15.12.2025 führte der Bezirksvorstand Unterfranken ein Gespräch mit dem Bezirksvorsitzenden der CSU und Mitglied des Landtags Herrn Steffen Vogel. Die Vorstandsmitglieder Schulamtsdirektor Kalle Deublein und Schulamtsdirektorin Helene Deckert-Bau sowie die Fachliche Leitung und Schulamtsdirektorin Susanne Vodde trafen sich mit ihrem Gast im Staatlichen Schulamt Haßberge in Haßfurt.

 SVogel

Schwerpunktmäßig wurden bei dem Austauschgespräch folgende Themen besprochen:

  • Vorstellung des Bayerischen Schulaufsichtsverbands im Bezirk Unterfranken
  • Aufgabenbereiche, Zuständigkeiten und Vorteile der Staatlichen Schulämter als direkte Ansprech- und Kooperationspartner vor Ort
  • Schwerpunkte der Klassenbildung und Personalsituation an Schulen in Unterfranken an Grund- und Mittelschulen
  • Herausforderung in der Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit Flucht- und Migrationshintergrund
  • Stärkung des Mittelschulangebotes als wohnortnahe Schule mit Klassenleiterprinzip   und damit verbunden die Notwendigkeit, weiterhin Mittelschullehrkräfte auch über die Sondermaßnahme 6 zu gewinnen
  • Aufbau und Stärkung von Führungsnachwuchs durch stete Begleitung und Beratung von interessierten Lehrkräften und Funktionsstelleninhabern  
  • Besoldung der Lehrkräfte und die sukzessive Anhebung des Einstiegsgehaltes auf A13 für alle Grund- und Mittelschullehrkräfte bis 2028
  • Besoldung der Schulaufsichtsbeamtinnen und –beamten auf dem Hintergrund der wahrzunehmenden Aufgaben und Verantwortungsbereiche

Beide Seiten waren sich über die Bedeutung der Staatlichen Schulämter in Bayern einig. Die Präsenz vor Ort, die entsprechenden Kenntnisse der Belange der einzelnen Schulen, die Möglichkeiten des passgenauen Personaleinsatzes und die Vernetzungen mit vielfältigen Partnern von Schule wurden als besonders bedeutend eingestuft. Die Belastungen durch die immer noch angespannte Personalsituation an den unterfränkischen Grund- und Mittelschulen und das damit einhergehende umfangreiche Vertragswesen waren ein weiterer Schwerpunkt des Gespräches. Hierbei betonte der Vorsitzende Herr Deublein die Wichtigkeit des Erhalts aller Stellen an den Staatlichen Schulämtern, auch im ländlichen Raum. Vor allem auch die Ausweitung der Stellen für die Verwaltungsangestellten an den Staatlichen Schulämtern wurde in diesem Zusammenhang von beiden Seiten als äußerst wichtig erachtet und sehr positiv bewertet.

Die Forderung des Schulaufsichtsverbands nach einer Anhebung der Besoldung der Schulaufsicht auf A15 als Eingangsbesoldung und A16 für Fachliche Leitungen im Zuge der Anhebung der Besoldung von Grund- und Mittelschullehrkräften bzw. der damit verbundenen Stellenhebungen der Schulleitungen stieß bei Herrn Vogel auf großes Verständnis für die Sachlage. Er zeigte sich als Verfechter des Leistungsprinzips: „Wenn wir weiterhin gutes Personal in der Schulaufsicht und somit an den Schlüsselpositionen im Schulwesen haben wollen, müssen Führungsstellen auch im Hinblick auf die Besoldung attraktiv werden“.   

Zum Thema „Umgang mit geflohenen Kindern und Jugendlichen“ wurden vom Vorstand die aufwändige Verwaltung, die oftmals sensible Kooperation mit anderen weiterführenden Schulen und fehlendes qualifiziertes Personal (DaZ) sowie die angespannte Raumsituation dargestellt. Weiterhin wurde die Sorge um die Perspektive der Kinder und Jugendlichen mit Fluchthintergrund sowie die Notwendigkeit von weiteren Personalressourcen für differenzierende Angebote thematisiert. 

Auch über die Notwendigkeit des Vorantreibens des Bürokratieabbaus in vielerlei Hinsicht war man sich einig. Hier sei oft ein Spagat zwischen einheitlichem Verwaltungsvollzug und Einzelfallentscheidung zu vollbringen und daher jede mögliche Entlastung wünschenswert.

Insgesamt nahm Herr Vogel die Informationen, Forderungen und Vorschläge des unterfränkischen Bezirksvorstands sehr interessiert auf. Herr Deublein bedankte sich am Ende des Gesprächs für die Möglichkeit, mit ihm in den Austausch zu kommen und für die offene und angenehme Gesprächsatmosphäre.

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