Der Bayerische Schulaufsichtsverband e. V. war erstmals Ausrichter der Delegiertenversammlung der Konferenz der Schulaufsicht in der Bundesrepublik Deutschland e. V. (KSD). Die Tagung fand vom 26.09.2024 bis 28.09.2024 im Burkardushaus Würzburg statt. Für Bayern waren die Vorstandsmitglieder Jürgen Heiß und Günter Tauber vertreten.
Schulaufsichtsvertretungen aus ganz Deutschland fanden sich ein, um über relevante Themen und Problemstellungen zu diskutieren. Neuerlich wurde deutlich, dass man trotz aller Unterschiedlichkeit im föderalen Bildungssystem letztlich mit ähnlichen Inhalten und Herausforderungen zu tun hat.
Aßling, 01.09.2024
Sehr geehrte Mitglieder im Bayerischen Schulaufsichtsverband e. V.,
in gewohnter Weise möchte ich Sie hiermit über aktuelle verbandsspezifische Entwicklungen informieren.
Am 15.07.2024 lädt das StMUK erstmalig die Verbände aller Schularten zu einem fachlichen Austausch hinsichtlich der Personalversorgung an Bayerns Schulen ein. In Zukunft soll es im Sinne größtmöglicher Transparenz und in dialogischer Form Gespräche zur Verbesserung der Gesamtsituation geben. Praktisch in allen Schularten wird die Personalversorgung auch in den kommenden Jahren eine zentrale Herausforderung darstellen, allen voran im Bereich der Mittelschulen.
Jürgen Heiß, Landesvorsitzender im Bayerischen Schulaufsichtsverband e. V., begrüßt die seitens der Staatsministerin neu umgesetzte dialogische Form der Kommunikation und die intensive Beteiligung der Verbände bei der Personalversorgung. Gerne ist der Bayerische Schulaufsichtsverband bereit, in den für Herbst 2024 geplanten schulspezifischen Arbeitsrunden konkrete Vorschläge einzubringen. Neben der Schaffung universitärer Außenstellen zur Lehrerbildung sieht man in zahlreichen weiteren Teilbereichen Optionen, Personal für Grund- und Mittelschule zu generieren.
Die 3. Ordentliche Landesausschuss-Sitzung in Nürnberg ist geprägt von vielfältigen Diskussionen rund um die - insbesondere derzeit, zum Schuljahresende - stark gestiegene Aufgabenfülle. Der Landesvorsitzende Jürgen Heiß moderiert den Austausch und stellt fast, dass auch unter den erst vor kurzem neu hinzugekommenen Aufgaben, wie z. B. schulartübergreifende Deutschklassen 5/6, PISA-Offensive und Startchancenprogramm, die bayerische Schulaufsicht beste Arbeit zum Wohle der Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte macht. Gleichwohl ist die Arbeitsbelastung enorm!
Der Vorsitzende führt durch das dichte Programm, den gewinnbringenden Austausch und die wertvollen Anregungen, die der Landesausschuss dem Landesvorstand übermittelt.
In den vergangenen Jahren – und nicht nur im Rahmen der Corona-Pandemie sowie der Beschulung ukrainischer Kinder und Jugendlicher – hat sich die Bedeutsamkeit und Stärke der Bayerischen Schulaufsicht an Grund-, Mittel- und Förderschulen besonders deutlich gezeigt.
Auf Grund neuer Herausforderungen und Ausrichtungen wurden die Aufgaben der Staatlichen Schulämter vom 6. Juli 2006 (KWMBl. I S. 183) bereits am 17. November 2020 (BayMBl. Nr. 691) geändert und im Mai 2023 neu gefasst. Neben den grundständig zu bewältigenden Aufgaben (siehe Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 25. Mai 2023, Az. III.3-III.4-BO7126-4b.9 170 (BayMBl. Nr. 286)) nimmt der Umfang an Zuständigkeiten beständig zu.
Die Verantwortlichen an den Staatlichen Schulämtern und Regierungen sind bereit, sich diesen Anforderungen bestmöglich und mit Blick auf gesamtgesellschaftliche Herausforderungen zu stellen.
Aufgrund ihrer Nähe zu den Schulen und anderweitigen Akteuren in den Landkreisen und kreisfreien Städten sind sie auch die Einzigen, die dies adäquat bewerkstelligen können.